Archiv für den Monat: November 2017

Gjero Krsteski über die Implementierung von Prozessen in Softwareunternehmen

Gjero Krsteski ist Software-Architekt bei dimedis und für die Konzeptionierung, Realisierung, Prozessoptimierung und Qualitätssicherung der Softwareprodukte zuständig. Nebenbei veröffentlicht er in seinem eigenen Blog seine Erfahrungen und Inspirationen rund um das Thema Softwareentwicklung und -qualität. Von diesem Blog stammt auch der folgende Gastbeitrag rund um das Thema „Prozessoptimierung bei der Softwareentwicklung“. Viel Vergnügen beim Lesen!

 

Prozessoptimierung bei der Softwareentwicklung

In unserem Berufsalltag entwickeln wir Software. Wir erzeugen keinen physischen Gegenstand, sondern verrichten eine Tätigkeit und durchleben dabei einen Prozess, bei dem etwas hergestellt wird. Dabei ist es sehr wichtig, sich auf den Prozess und das Produkt zu konzentrieren. Denn kein Kunde wird sich freuen, wenn sein Produkt nicht genau das leistet, was er erwartet hat oder wenn das Produkt nicht rechtzeitig ausgeliefert wird. Erfreulicherweise haben sich viele kluge Köpfe schon vor langer Zeit Gedanken darüber gemacht, wie man Software mit guter Qualität prozessorientiert herstellt und diese Erkenntnisse in sogenannten Methodologien festgehalten.

Methodologien sind der Schlüssel

Dabei handelt es sich jedoch um Prozesse, die in den 80er-Jahren definiert worden sind und in der heutigen Zeit nicht mehr richtig passen. Diese alten Prozesse werden heute einfach neu aufbereitet und mit diversen Mode-Wörtern wie „agil“ aufgepeppt und den Entwicklungsteams vom Management oder dem Vorstand aufgedrückt. Daher finden diese Methodologien in der Realität oft keine Anwendung. Das lustige daran ist, dass neu angehende Manager aus dem eigentlichen Team diese Prozesse oft einfach übernehmen, ohne sie zu hinterfragen. Und das, obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten.

Denn es gibt wesentlich bessere Wege für Teams, gute Software zu entwickeln. In einem Team für Softwareentwicklung arbeitet man für gewöhnlich als Software-Designer, Programmierer oder Tester. Diese Positionen tragen der Regel keine Veranwortung für die Steuerung des Entwicklungsprozesses. Genau da liegt aber der Fehler: Soll ein neuer Entwicklungsprozess im Unternehmen erfolgreich implementiert werden, dann kann das nur durch denjenigen geschehen, der ihn auch anwendet und versteht –  der Programmierer.

Methodologie finden und implementieren

Nun, stellt sich die Frage: Wie übernimmt man die Verantwortung über einen Prozess? Die Antwort: Man findet heraus, welche der Methodologien wie KANBAN, SCRUM, V-Modell, Testgetriebenes-Entwickeln oder sonst was für das Unternehmen passen und implementiert diese anschließend in einen klaren Prozess im Unternehmen. Dafür diskutiert man am besten mit dem Team über die aktuellen Entwicklungsprobleme und die Möglichkeiten, wie diese durch Übernahme eines Standartprozesses zu beseitigen sind. Anschließend stellt man alleine oder besser mit dem Management einen Plan auf, um den gewählten Prozess im Unternehmen einzuführen. Dafür ist es wichtig, dass man von jedem Teammitglied die Bereitschaft zugesichert bekommt, bei der Umsetzung des Konzeptes zu helfen.

Dafür stehen eine Vielzahl an Methodologien zur Verfügung. Trotzdem wird man nie ein Unternehmen vorfinden, das diese vollständig implementiert hat. Und das ist auch vollkommen in Ordnung! Der beste Prozess ist immer der, der das Team am produktivsten macht und die beste Software als Ergebnis hat. Es ist also möglich zwei Prozess-Typen zu finden, zu kombinieren und anschließend zu implementieren. Dabei ist es wichtig, die einzelnen Komponenten auszuwählen, die das Team sinnvoll ergänzen und fortlaufend anhand der Erfahrung zu verfeinern.

Letztendlich kann man kein Produkt herstellen, wenn man den Prozess nicht beherrscht. Kenntnisse über den Software-Entwicklungsprozess sind in diesem Fall nötig. Denn es ist viel einfacher jemanden zu finden, der eine Software erstellen und zum laufen bringen kann, als jemanden zu finden, der den Prozess der Erstellung von Software erfolgreich im Unternehmen implementieren kann.

Im folgenden Video der Serie „dimedis Inside“ kann man mehr über Gjero Krsteski und seine Aufgaben bei dimedis erfahren:

Duale Studentin Lisa Schwarzendahl: dimedis – der erste Blick hinter die Kulissen

Hier kommt nun ein Beitrag unserer dualen Studentin Lisa Schwarzendahl, die über ihre ersten Eindrücke bei dimedis berichtet. Lisa ist 18 Jahre jung und ist im Bereich Marketing und Controlling als Assistentin tätig.

dimedis – der erste Blick hinter die Kulissen

Das Firmengebäude der dimedis GmbH ist beim ersten Mal schwer zu erkennen gewesen, da nur ein Schild mit dem Firmenlogo an der Fassade angebracht ist .
Sonst bin ich große Gebäude in Form von Schulen und Universitäten gewöhnt, da ich seit Oktober bei der IBA in Köln dual studiere, nämlich BWL mit der Fachrichtung Event-, Messe- und Kongressmanagement mit dimedis als meinem zugehörigen Praxisunternehmen. Das Studium erstreckt sich über drei Jahre und bietet danach vielerlei Möglichkeiten seinen Weg im aktiven Berufsleben zu finden.
Deswegen war der erste Tag im Praxisunternehmen schon etwas anders als ein normaler Tag in der Universität.
Nach dem Eintreten ist dann aber deutlich sichtbar wo man angekommen ist. Überall sind die Firmenfarben vertreten, die Hardware in Form einer Stele empfängt einen sichtlich beim betreten des Bürogebäudes und die Software informiert einen direkt über die aktuelle dichte Verkehrslage aus der man gerade noch entkommen ist.
Der erste Eindruck war also schon mal geglückt.

Nach Kennlerngesprächen und Vorstellungsrunden konnte ich mir schnell ein Bild über das Team und die Kollegen machen, welches schnell ein positives war.
Ich bekam Einblicke und Einweisungen in die verschiedensten Arbeitsbereiche und Abteilungen der Firma dimedis und in die Produkte kompas und FairMate.

Um die Software und das Verhalten gegenüber potentiellen Interessenten und Kunden besser nachvollziehen zu können, nahm ich direkt an der nächsten anstehenden Messe teil: der viscom Messe in Düsseldorf, wo ich vielerlei Dinge beobachten konnte.

Das Erscheinungsbild des Standes auf einer Messe ist das A und O um das Interesse bei den Besuchern zu wecken. Durch direktes Ansprechen der Besucher ist der erste Kontakt hergestellt und somit ein erstes Gespräch gesichert. Durch die Möglichkeit die Software direkt an der Stele auszuprobieren, bekommt der Interessent einen sofortigen Eindruck von dem Produkt und seinen Möglichkeiten.
Die Gespräche mit einem Mitarbeiter der Firma vertiefen die genauen Funktionen des Produkts und können auch als Erläuterungen bei Unklarheiten dienen.

Das Feedback der Messe aus Firmenseite schien mir sehr positiv zu sein, da nicht nur Interessenten mit vereinbarten Terminen zu uns gekommen sind, sondern auch Besucher das Gespräch mit uns gesucht haben und auf uns zugekommen sind.
Bei der Nachbereitung der Messe konnte ich ebenfalls aktiv bei der Kontaktpflege behilflich sein und geknüpfte Kontakte in das zentrale Adressbuch mit einfügen.

Somit ist mir in kurzer Zeit schon viel gezeigt, erklärt und berichtet worden was bei dimedis wichtig zu beachten ist und was es für Möglichkeiten in dieser Branche gibt zu wachsen und sich immer weiter zu entwickeln. Es lohnt sich also immer wieder ein neues Ziel zu haben und hart dafür zu arbeiten es zu erreichen.