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Lunch&Learn Wissensmanagement

Das zweite Lunch&Learn des Jahres bei dimedis beschäftigte sich mit dem Thema Wissensmanagement. Den Vortrag hielt dieses mal Alexander Wilke, studentische Aushilfskraft im Bereich Marketing und Event bei dimedis. Alexander studiert PR & Kommunikationsmanagement an der Hochschule Macromedia am Campus Köln und hat sich mit diesem Thema im Rahmen einer Hausarbeit auseinandergesetzt. Dabei hat Alexander uns verschiedene Möglichkeiten, Vorteile und Nachteile des Wissensmanagements erläutert. 

Wissen ist nicht gleich Wissen

Wissensmanagement im Generellen beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Entwicklung, dem Transfer, der Speicherung und der Nutzung von Wissen innerhalb eines Unternehmens. Dabei ist Wissen die Verknüpfung von bereits Vorhandenem mit Neuem. Es bedarf also der Interpretation von Mitarbeitenden.

Dadurch stellt Wissen einen entscheidenden Faktor da, der zu Wettbewerbsvorteilen  und Innovationen eines Unternehmens führen kann. Doch wo ergibt Wissensmanagement Sinn und was ist eigentlich Wissen im Sinne des Wissensmanagements?

Beim Wissen gilt es zu unterscheiden, denn Wissen ist nicht gleich Wissen. Wissen wird dazu im Rahmen des Wissensmanagements in explizites und implizites Wissen unterteilt. Explizites Wissen wird oft auch „embrained knowledge“ genannt. Es ist Wissen, dass leicht verbalisiert werden kann. Dies kann in Form von Grafiken oder Anleitungen geschehen. Demgegenüber steht das implizite Wissen,  auch „embodied knowledge“ genannt. Dieses Wissen ist weitaus schwieriger zu formulieren und zu erfassen, da es sich um verinnerlichtes Können einer einzelnen Person geht. Für Unternehmen ist aber genau dieses implizite Wissen von vorrangiger Bedeutung. Wie kann dieses Wissen also für das Unternehmen nutzbar gemacht werden?

Nonaka und Konno haben dazu im Jahr 1995 das Modell der Wissensspirale entwickelt. Dieses besagt, dass durch kontinuierlichen Austausch von explizitem und implizitem Wissen die Grundlage geschaffen wird, um organisatorisches Wissen zu generieren.

Ein weiteres Konzept liefert Probst. Dieser unterteilt den Prozess des Wissensmanagements in einzelne Phasen, die sich am klassischen Managementprozess orientieren. Dabei bedarf Wissensmanagement einer klaren Zielsetzung, damit auch abschließend Erfolg oder Misserfolg gemessen werden kann.

Wie Wissensmanagement aber in Unternehmen genutzt und praktiziert wird, hängt ebenfalls von dem Unternehmen selbst ab. Welche Infrastrukturen gibt es, um Wissen zu speichern, wollen unsere Mitarbeitenden überhaupt ihr Wissen teilen und was sagt die Geschäftsführung und das Management zu diesem Thema? All dies gilt es zu beachten, falls man sich entscheidet, Wissensmanagement im Unternehmen zu etablieren.

Vor- und Nachteile des Wissensmanagements

Welche Vor- und Nachteile Wissensmanagement für das Unternehmen bietet, kann ganz unterschiedlich ausfallen. Betrachtet man es aus Sicht der Mitarbeitenden oder aus Sicht des Unternehmens? Für beide Seiten gibt es sowohl viele Vorteile als auch Nachteile. Für ein Unternehmen ist es beispielsweise sehr kosten- und zeitintensiv, kann aber auf der anderen Seite Produktivität und Innovation fördern. Auch für die Mitarbeitenden ist es zeitintensiv, doch können sie durch Wissensaustausch das eigene Know-How steigern.

Wenn Wissensmanagement jedoch von allen im Unternehmen gelebt wird und zusätzlich auch eine passende Lösung für das Unternehmen gefunden worden ist, so lassen sich die Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende nicht unter den Teppich kehren. Es kann ein Mehrwert geschaffen werden, der für langfristigen Erfolg auf Seiten des Unternehmens und somit auch langfristigen Erfolg für die Mitarbeitenden bedeutet.

Fazit und Diskussion

Nach diesem Vortrag hat sich unter den dimedis-Mitarbeitenden eine rege Diskussion entwickelt, die Wissensmanagement in unseren Reihen zum Thema hatte. Viele sprachen sich für eine noch intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Wissensmanagement aus, doch ließ sich hier auch erkennen, welche Schwierigkeiten und extrem hohen Anforderungen es an das Wissensmanagement gibt. Folgende Fragen tauchten dabei auf:

  • Wird ein Hauptverantwortlicher benötigt?
  • Welche Strukturen werden benötigt, um Wissensmanagement zu etablieren?
  • Welcher Mehrwert kann daraus für uns entstehen?
  • Besteht überhaupt die Notwendigkeit, das Wissensmanagement bei dimedis weiter zu entwickeln?

Abschließend lässt sich sagen, dass Wissensmanagement ein wichtiger Bestandteil eines Unternehmens ist bzw. sein sollte, dass dies aber ein langer und schwieriger Prozess ist. Es empfiehlt sich Wissensmanagement erst in einem Teilbereich zu testen. Dazu wurde ein Fragebogen ausgeteilt, welcher als Grundlage für eine Bewertung bei dimedis liefern wird.

Hier die Präsentation zum Nachschlagen:

Lunch&Learn: Gamification oder wie motiviere ich mein Gehirn?

Die Lunch&Learn-Reihe möchte inspirieren, aufwühlen und unterhalten. Auch zum Auftakt in diesem Jahr haben dimedis-Mitarbeiter die Gelegenheit zu einem leiblichen und geistigem Snack und lauschten den Ausführungen von Roman Rackwitz zum spannenden Thema Gamification. Der Gründer von Engaginglab und ausgewiesener Gamification-Experte begeisterte mit Verve und einprägsamen Beispielen die Zuhörer und zeigte, warum wir so gut lernen, wenn wir spielen.

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Mit viel Expertise brachte Roman Rackwitz dem dimedis-Team das Thema der Gamification und deren Einsatzmöglichkeiten nahe.

Doch was ist Gamification überhaupt?

Grundsätzlich bedeutet Gamification nichts anderes als die Verwendung von spieltypischen Elementen in einem eher spielfremden Kontext. So können Gamification-Elemente wie Erfahrungspunkte oder erreichbare Ränge in einem Unternehmen beispielsweise zur eigenen und gegenseitigen Motivation beitragen und diese steigern. Dadurch können monotone oder zu komplexe Aufgaben in Segmente unterteilt und durch spielerischen Fortschritt einfacher zum Abschluss gebracht werden.
Wie effektiv spielerische Elemente dabei die Motivation binden und die vollständige Fokussierung auf eine Aufgabe erreichen können, zeigen die vier Protagonisten aus der Serie Big Bang Theory dabei im Clip der Präsentation eindrucksvoll (Folie 7): Während sie lautstark in ihr Videospiel vertieft sind, bemerken sie nicht, dass eine Gruppe um ihre Nachbarin den Raum betritt und mit ihnen spricht. Diese tunnelartige Fokussierung auf eine Aufgabe ist das Ergebnis eines ausgewogenen Wechsels zwischen fordernden und einfacheren Aufgaben. Sind die gesetzten Aufgaben dabei zu schwierig, ist man schnell frustriert, eine Reihe von zu einfachen Aufgaben endet hingegen schnell in Langeweile. Eine gesunde Mischung aus beidem halten den Spieler (bzw. den Mitarbeiter) motiviert, Erfahrungspunkte und Level-Aufstiege geben ihm Bestätigung und direktes Feedback. Nach Roman Rackwitz ergeben sich aus diesem Grundprinzip fünf essentielle Grundpfeiler, ohne die Gamification nicht funktioniert:

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In jedem Menschen steckt ein Spielkind

Gamification von Unternehmen funktioniert, da jeder Mensch instinktiv ein Spieler ist. Welches kleine Kind hat nicht schon versucht, auf dem Nachhauseweg nicht die Rillen der Pflastersteine zu betreten oder bloß nicht den „Boden aus Lava“ zu berühren. Dabei können diese Spielchen noch so stupide und einfach sein, durch selbst gesetzte Ziele und Regeln bleiben sie dennoch für den Moment spannend. Bleibt einem dann noch der Fall in die glühende Lava erspart, vergeht der Nachhauseweg wie im Flug. Im späteren Berufsleben sollten die zu leistenden Aufgaben im besten Fall dann zwar etwas fordernder sein, das Grundprinzip dahinter bleibt jedoch gleich: das Unternehmen definiert Regeln und ein übergeordnetes Ziel, der „Spieler“ hält diese Regeln ein und versucht das Ziel zu erreichen. Ist er dabei erfolgreich, gibt es Punkte, ist er es nicht, muss das Ziel angepasst werden, um die Motivation des Spielers zu erhalten.

Welche Erfolge Gamification dabei auch in komplexen Fachgebieten wie Bio-Chemie erzielen kann, zeigt das Projekt Foldit: Ziel dieses kleinen Spiels ist , ein möglichst gut gefaltetes Protein zu erhalten. Dabei sind jedoch keinerlei Vorkenntnisse nötig, wie gut das gestaltete Protein ist, errechnet das Programm selbstständig und vergibt danach Punkte. Für den Nutzer entsteht so ein unterhaltsames Spiel, das den Forschern hinter Foldit jedoch ermöglicht, immer neue Daten und  Erkenntnisse über die Proteinsynthese unseres Körpers zu gewinnen. Hauptziel des Projektes ist es nämlich, durch die Summierung der gesamten Rechenleistung aller Spieler per Zufall ein noch unbekanntes Protein zu „bauen“. So konnte 2011 beispielsweise die Struktur eines Proteins entschlüsselt werden, das für die AIDS-Forschung einen großen Schritt nach vorne bedeutete.

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Bio-Chemie mit spielerischem Aufbau – Das Projekt Foldit soll Forschern helfen, komplexe Proteine zu entschlüsseln und somit der Forschung zugänglich zu machen

Gamification und Digital Signage

Die Anwendungsmöglichkeiten von Gamification sind dabei jedoch nicht nur auf die Mitarbeitermotivation in Unternehmen oder die Forschung beschränkt, sondern auch auf die Digital Signage Branche und die Kundenkommunikation bzw. -bindung  am POS anwendbar. Denkbar wäre hier Beispielsweise die Verwendung eines Kommunikationsbots, also einer künstlichen Intelligenz, der spielerisch mit dem Kunden in Kontakt kommt und kommuniziert. Als stationärer Kontaktpunkt wäre eine Digital Signage Stele denkbar. Der Nutzer tritt durch sein mobiles Endgerät in Kontakt und kann so diese stationär aufgenommene Kommunikation z.B. über Nachrichtendienste wie Whatsapp mobil fortführen. So kann er on Demand Informationen abrufen und durch spielerische Elemente wird eine Kundenbindung geschaffen.

Gamification bietet viele effiziente Einsatzmöglichkeiten, die mit der fortschreitenden Digitalisierung immer weiter ausgebaut werden können. Jedoch zeigt sich auch schon heute, wie gut das spielerische Herangehen an komplexe und schwierige Probleme funktionieren kann. So lasst die Spiele beginnen!

Lunch & Learn bei dimedis – Social Media und seine Möglichkeiten

Die Social Media Branche wächst wie nie zu vor,  fast jeden Tag schießen neue soziale Netzwerke aus dem Boden. Das macht es schwierig einen genauen Überblick zu behalten. Um als Softwareunternehmen trotzdem stets auf dem neuesten Stand zu sein, lud sich dimedis am 29. April den Social Media Experten Markus Jakobs ein. Bei einem gemeinsamen Lunch & Learn erhielten die dimedis Mitarbeiter dabei gleichermaßen einen Einblick in die Social Media Größen sowie neuere Netzwerke und deren Nutzungsmöglichkeiten.

Markus Jakobs arbeitet seit 2006 als Social Media- und Innovationsmanager und kann damit auf eine einschlägige Branchenerfahrung zurückblicken.  Als Unternehmer war er dabei unter anderem für die Gründung des Monitoring-Dienstes scanthe.net verantwortlich und ist derzeit mit Projekten wie Örbans unterwegs.

Lunch & Learn

Interessanter Vortrag – Referent Markus Jacobs über die Entwicklungen und Nutzungsmöglichkeiten von Social Media

dimedis auf dem Stand der Zeit

Nach einer kurzen Einführung über die Entwicklung und Zukunft des Internets zeigte Referent Markus Jakobs anschaulich, welche Vielfalt die Welt der sozialen Netzwerke bietet. Mit Profilen auf den relevantesten Portalen wie Twitter, Facebook, YouTube, Google+ oder Flickr war schnell klar, dass dimedis in diesem Punkt voll auf dem Stand der Zeit ist. Auch auf die Frage nach dem Nutzen sozialer Netzwerke für Unternehmen hatte Jacobs eine Antwort. So können  bei aktiver Betreuung Web-Profile als wichtige Anlaufstelle für Kunden ausgebaut und das Unternehmens-Image nachhaltig positiv beeinflusst werden. Jabobs erklärt dabei, dass Veranstalter dabei immer noch diesen Effekt und den Nutzen von Social Media unterschätzen. So kann beispielsweise ein gezielt vorgegebener Hashtag zu einer Veranstaltung das mediale Echo auf Twitter oder Instagram erheblich steigern.

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Die dimedis Mitarbeiter zeigten reges Interesse an der Veranstaltung

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Darf natürlich bei keinem Lunch & Learn fehlen: Das ausgezeichnete Catering

Neben dem „Learn“ durfte natürlich auch der „Lunch“ bei der Veranstaltung nicht zu kurz kommen. Der interessante Vortrag in Kombination mit dem guten Essen ergab einen schöne Veranstaltung bei entspannter Stimmung, die in Zukunft bestimmt gerne wiederholt wird.

Der Vortrag als PDF

Lunch&Learn bei dimedis: Spannender Vortrag zum Thema visuelle Kommunikation und Uniqueness

Als Softwareunternehmen stellt sich uns die Frage, wie man den Nutzer mit Design gewinnen kann. Denn auch wenn Funktionalität und solide Entwicklung die Basis guter Produkte und Programme ist, muss die visuelle Güte umso mehr diese Eigenschaften vermitteln und darüber hinaus eine eindeutige, unverwechselbare Unternehmenspersönlichkeit vermitteln.

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Caroline Zöller über Uniqueness beim dimedis Lunch&Learn

Davon ist Caroline Zöller Gründerin und Geschäftsführerin der Agentur ForTeam Kommunikation überzeugt und verantwortlich für das Rahmen- und Konferenzprogramm der viscom. Sie referierte vor Mitarbeitern der dimedis GmbH über Uniqueness und die Kraft der visuellen Kommunikation. Mit Lunch&Learn hat dimedis ein Vortragsprogramm für Mitarbeiter aufgesetzt, um inspirierende Vorträge von externen Experten rund um die Themen Digital Signage, Messewesen, Marketing und Internet anzubieten. Bei den letzten Veranstaltungen hatten wir die Ehre Claudios von Soos zu begrüßen, der über Digital-out-of-Home Werbenetzwerke referierte. Und davor den Messe-Experten und Dozenten Professor Stefan Luppold, der Perspektivwechsel anmahnte, gerade in komplexen Geschäftsbereichen wie dem Messewesen.

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Wie wird man Unique?

Den Vortrag hat Caroline Zöller auch auf der viscom in Düsseldorf gehalten, hier ist er in voller Länger als Video zu sehen.

dimedis veranstaltet Vorträge für Mitarbeiter: Lunch&Learn

dimedis veranstaltet Vorträge für Mitarbeiter: Lunch&Learn

Autor: Ibrahim Mazari