Archiv der Kategorie: Vortrag

ufi-Kongress 2019 in Bangkok – „Plattform of Trust“

Unter dem Motto „Platforms of Trust“ fand zwischen dem 6. und 9. November 2019 in Bangkok der Weltkongress der ufi – The Global Association of the Exhibition Industry statt. Mit über 550 Teilnehmern aus mehr als 50 Ländern war die diesjährige Veranstaltung in Bangkok eine der größten in der Verbandsgeschichte. dimedis-Gründer und Geschäftsführer Wilhelm Halling präsentierte die Besuchermanagement- und Einlasslösung FairMate in einem neuen Veranstaltungskonzept. Der besondere Coup: Wilhelm Halling zeigte erstmals das neu gestaltete SelfCheckIn-Terminal von FairMate. Damit registrieren sich Messebesucher vor Ort und kaufen ein Ticket. Diese analoge Lücke war bisher noch nicht wirklich zufriedenstellend geschlossen. Hoher Zeitaufwand und eine schlechte Datenqualität durch händisch ausgefüllte Zettel – damit ist nun endlich Schluss.

dimedis beim ufi Kongress in Bangkok – neben Wilhelm Halling war auch Georgi Mihov vor Ort, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung (Quelle: dimedis)
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Lunch & Learn: User Experience als Erfolgsfaktor

The proof of the pudding is in the eating: Unter diesem Motto fand Anfang September in den Räumen von dimedis wieder ein Lunch & Learn statt, um während der Mittagspause etwas Neues für den Arbeitsalltag zu lernen. Zu Gast war UX Coach & Consultant Katja Busch, die uns die richtige Gestaltung von User Experience und anhand von Beispielen die wirtschaftliche Bedeutung von Kundenzentrierung zeigte.
Katja Busch gilt bereits seit Mitte der neunziger Jahre als strategische Vordenkerin sowie Nutzer-Anwältin und Business-Brückenbauerin in digitalen Transformationsprozessen. Ihr Know How formt sich aus Wissenschaft samt Lehre, pragmatischer Nutzerforschung und Projekterfahrung sowohl auf Dienstleister- als auch auf Kundenseite.

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Metropolitan College of New York zu Besuch bei dimedis – Austausch über Technologie, Digital Signage und internationales Business

Zum zweiten Mal schon besuchte eine Delegation von Masterstudierenden des Metropolitan College of New York dimedis in Köln, um Einblicke in ein deutsches Unternehmen zu erhalten und sich über die Projekte eines Softwareunternehmens zu informieren. dimedis-Kommunikationschef Ibrahim Mazari begrüßte die Gäste und präsentierte in einem Kurzabriss die Historie des Unternehmens und seine Schwerpunkte – Digital Signage, digitale Wegeleitung sowie das Besucher- und Einlassmanagement von Messen und Events.

Studierende Metropolitan College of New York zu Gast bei dimedis
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Rückblick EuroCIS 2019 – Digital Signage im Handel

Auch dieses Jahr gab es auf der führenden Veranstaltung für Retail Technology EuroCIS in Düsseldorf Digital Signage Highlights für den Handel zu bewundern. dimedis stellte die neuesten Entwicklungen im interaktiven Digital Signage für den Handel aus. Besonderer Schwerpunkt waren interaktive Anwendungen wie ein Wegeleitsystem für Shopping-Malls, Digital Signage in der Mitarbeiterkommunikation im Handel, die nahtlose und einfacherere Integration von Digital Signage in den Shop sowie die Verknüpfung von Mobile Devices mit Digital Signage.

Gleich zwei Weltpremieren auf der EuroCIS: kompas Satellite und kompas Door Signage!

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Präsentation: Blinkende Bildschirme – Digitale Unterstützung für die interne Kommunikation?

Die interne Kommunikation wandelt sich rasend. Intranet, Apps und Social Media werden auch für die Mitarbeiterkommunikation genutzt. Ein Instrument, das erst gerade an Fahrt aufnimmt, ist die Nutzung von dynamischen Screens, Digital Signage genannt. Gerade für Mitarbeiter ohne festen PC-Arbeitsplatz und an Stellen mit hoher Verweilsdauer (Kantine) bilden diese Systeme eine ideale Schnittstelle, sich zu informieren.

Präsentation für den Arbeitskreis „Praktische Öffentlichkeitsarbeit“

Hier die Präsentation, die Ibrahim Mazari im Rahmen der gemeinnützigen RKW Hessen – Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Wirtschaft e.V. – und die RKW Hessen GmbH () für den Arbeitskreis „Praktische Öffentlichkeitsarbeit“ gehalten hat:

Nachbericht viscom 2017 – Digital Signage für den Handel und die interne Kommunikation

dimedis präsentierte erstmals auf der diesjährigen Fachmesse für visuelle Kommunikation, Technik und Design viscom in Düsseldorf kompas in der neuen Version 8.5.
Auf dem eigenen Messestand in Halle 14 (Stand E35b) stellte dimedis vor, wie man mit kompas Inhalte ohne Playliste synchron abspielen kann und warum es wichtig ist, Smartphones in allen Bereichen zu integrieren. viscom-Besucher konnten erstmals die preisgekrönte Software in der neusten Version testen und die besonders für den POS relevanten Features kennenlernen. Ergänzt wurde der Messeauftritt durch eine interaktive Stele mit einer digitalen Wegeleitung für Shopping Malls sowie mit der preisgekrönten Bosch Experience Zone. Besonderes Feature von kompas: kompas POS.pointer integriert interaktives Digital Signage in einen modernen Ladenbau. Toucht der Nutzer auf der Stele ein Produkt, wird es im nebenstehenden Regal angeleuchtet. Ein weiteres Highlight war ein Best Case von EnBW, der zeigte, wie man mit Digital Signage die Mitarbeiterkommunikation bereichert. Khalid El Boubsi präsentierte im Rahmen des speakers corner auf der viscom am 18.10. den Best Case und legte dar, wie man mit Digital Signage die interne Kommunikation verbessert. Besonderer Clou: viscom Besucher durften das erste Mal einen Blick auf die Betaversion von kompas 9.0 werfen. Ein Feature wird die starke Integration des HTML5-Editors Hype zum Erstellen von Templates sein.

dimedis auf der viscom

Best Case EnBW: Digital Signage in der Mitarbeiterkommunikation

Das Energieunternehmen EnBW Energie Baden-Württemberg AG setzt einen neuen Maßstab in der Mitarbeiterkommunikation und stattete 20 Standorte mit 38 Digital Signage Installationen aus. Die Digital Signage Softwarelösung kompas aus dem Hause dimedis steuert das gesamte Weiterlesen

Lunch&Learn Wissensmanagement

Das zweite Lunch&Learn des Jahres bei dimedis beschäftigte sich mit dem Thema Wissensmanagement. Den Vortrag hielt dieses mal Alexander Wilke, studentische Aushilfskraft im Bereich Marketing und Event bei dimedis. Alexander studiert PR & Kommunikationsmanagement an der Hochschule Macromedia am Campus Köln und hat sich mit diesem Thema im Rahmen einer Hausarbeit auseinandergesetzt. Dabei hat Alexander uns verschiedene Möglichkeiten, Vorteile und Nachteile des Wissensmanagements erläutert. 

Wissen ist nicht gleich Wissen

Wissensmanagement im Generellen beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Entwicklung, dem Transfer, der Speicherung und der Nutzung von Wissen innerhalb eines Unternehmens. Dabei ist Wissen die Verknüpfung von bereits Vorhandenem mit Neuem. Es bedarf also der Interpretation von Mitarbeitenden.

Dadurch stellt Wissen einen entscheidenden Faktor da, der zu Wettbewerbsvorteilen  und Innovationen eines Unternehmens führen kann. Doch wo ergibt Wissensmanagement Sinn und was ist eigentlich Wissen im Sinne des Wissensmanagements?

Beim Wissen gilt es zu unterscheiden, denn Wissen ist nicht gleich Wissen. Wissen wird dazu im Rahmen des Wissensmanagements in explizites und implizites Wissen unterteilt. Explizites Wissen wird oft auch „embrained knowledge“ genannt. Es ist Wissen, dass leicht verbalisiert werden kann. Dies kann in Form von Grafiken oder Anleitungen geschehen. Demgegenüber steht das implizite Wissen,  auch „embodied knowledge“ genannt. Dieses Wissen ist weitaus schwieriger zu formulieren und zu erfassen, da es sich um verinnerlichtes Können einer einzelnen Person geht. Für Unternehmen ist aber genau dieses implizite Wissen von vorrangiger Bedeutung. Wie kann dieses Wissen also für das Unternehmen nutzbar gemacht werden?

Nonaka und Konno haben dazu im Jahr 1995 das Modell der Wissensspirale entwickelt. Dieses besagt, dass durch kontinuierlichen Austausch von explizitem und implizitem Wissen die Grundlage geschaffen wird, um organisatorisches Wissen zu generieren.

Ein weiteres Konzept liefert Probst. Dieser unterteilt den Prozess des Wissensmanagements in einzelne Phasen, die sich am klassischen Managementprozess orientieren. Dabei bedarf Wissensmanagement einer klaren Zielsetzung, damit auch abschließend Erfolg oder Misserfolg gemessen werden kann.

Wie Wissensmanagement aber in Unternehmen genutzt und praktiziert wird, hängt ebenfalls von dem Unternehmen selbst ab. Welche Infrastrukturen gibt es, um Wissen zu speichern, wollen unsere Mitarbeitenden überhaupt ihr Wissen teilen und was sagt die Geschäftsführung und das Management zu diesem Thema? All dies gilt es zu beachten, falls man sich entscheidet, Wissensmanagement im Unternehmen zu etablieren.

Vor- und Nachteile des Wissensmanagements

Welche Vor- und Nachteile Wissensmanagement für das Unternehmen bietet, kann ganz unterschiedlich ausfallen. Betrachtet man es aus Sicht der Mitarbeitenden oder aus Sicht des Unternehmens? Für beide Seiten gibt es sowohl viele Vorteile als auch Nachteile. Für ein Unternehmen ist es beispielsweise sehr kosten- und zeitintensiv, kann aber auf der anderen Seite Produktivität und Innovation fördern. Auch für die Mitarbeitenden ist es zeitintensiv, doch können sie durch Wissensaustausch das eigene Know-How steigern.

Wenn Wissensmanagement jedoch von allen im Unternehmen gelebt wird und zusätzlich auch eine passende Lösung für das Unternehmen gefunden worden ist, so lassen sich die Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende nicht unter den Teppich kehren. Es kann ein Mehrwert geschaffen werden, der für langfristigen Erfolg auf Seiten des Unternehmens und somit auch langfristigen Erfolg für die Mitarbeitenden bedeutet.

Fazit und Diskussion

Nach diesem Vortrag hat sich unter den dimedis-Mitarbeitenden eine rege Diskussion entwickelt, die Wissensmanagement in unseren Reihen zum Thema hatte. Viele sprachen sich für eine noch intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Wissensmanagement aus, doch ließ sich hier auch erkennen, welche Schwierigkeiten und extrem hohen Anforderungen es an das Wissensmanagement gibt. Folgende Fragen tauchten dabei auf:

  • Wird ein Hauptverantwortlicher benötigt?
  • Welche Strukturen werden benötigt, um Wissensmanagement zu etablieren?
  • Welcher Mehrwert kann daraus für uns entstehen?
  • Besteht überhaupt die Notwendigkeit, das Wissensmanagement bei dimedis weiter zu entwickeln?

Abschließend lässt sich sagen, dass Wissensmanagement ein wichtiger Bestandteil eines Unternehmens ist bzw. sein sollte, dass dies aber ein langer und schwieriger Prozess ist. Es empfiehlt sich Wissensmanagement erst in einem Teilbereich zu testen. Dazu wurde ein Fragebogen ausgeteilt, welcher als Grundlage für eine Bewertung bei dimedis liefern wird.

Hier die Präsentation zum Nachschlagen:

Lunch&Learn: Transhumanismus

dimedis Lunch&Learn zum Thema Transhumanismus

 

 

Die Lunch&Learn-Reihe möchte inspirieren, aufwühlen und unterhalten. Auch zum Auftakt in diesem Jahr hatten dimedis-Mitarbeiter die Gelegenheit zu einem leiblichen und geistigem Snack und lauschten den Ausführungen von Christopher Coenen zum spannenden Thema Transhumanismus. Der diplomierte Politologe Christopher Coenen beschäftigt sich mit Technikfolgenabschätzungen und hat uns im Vortrag die Ideengeschichte des Transhumanismus erläutert und erklärt, was medizinisches Enhancement, KI, Robotik und Implatate in Zukunft mit uns machen werden.

Christopher Coenen erklärt den Transhumanismus (Quelle: dimedis)

Transhumanismus, wtf?

Der Transhumanismus glaubt, dass die nächste Evolutionsstufe der Menschheit die Verschmelzung des Menschen mit Technologie ist. Cyborgs sollen den Homo sapiens ablösen und das Leben im Universum auf eine neue Stufe heben. Was klingt wie Science-Fiction, ist vielleicht eine ernst zu nehmende Bedrohung für die nahe Zukunft und wird schon bald das Leben jedes einzelnen Menschen beeinflussen.

Begriffsklärung und Ideengeschichte

Christopher Coenen arbeitet am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT (Karlsruher Institut für Technologie) und führte zunächst den Begriff und seine Herkunft ein. Ausgangspunkt ist das Konzept des „Human Enhancements“. Human Enhancement wird verstanden als Steigerung menschlicher Fähigkeiten oder Verbesserung des Menschen, womit zumeist nichttherapeutische Steigerungen über ein Normalmaß hinaus gemeint sind, also ‚Enhancement versus Therapie‘; besser aber therapeutisches versus nichttherapeutisches Enhancement.
Die Debatte wird seit den 1990er Jahren (nach Vorläufern in den Jahrzehnten zuvor) geführt und besitzt zunehmend politische Relevanz. Viele öffentlich geförderte Forschungs- und Dialogprojekte beschäftigen sich mit dem Thema, vor allem rund um ethische Fragen.

Ideengeschichtlich basiert der Transhumanismus auf technikvisionären Weltanschauungen, die mindestens seit den 1920er Jahren existieren und als organisierte soziokulturelle Bewegung seit den 1980er Jahren virulent sind.
Der Transhumanismus verfolgt ideell das Ziel, die menschliche begrenzte Natur zu überwinden:

“Foresee the feasibility of redesigning the human condition, including such parameters as the inevitability of aging, limitations on human and artificial intellects, unchosen psychology, suffering, and our confinement to the planet earth.” (World Transhumanist Association 2002)

Der Transhumanismus wird immer noch von einigen Beobachten als skurrile Techno-Sekte betrachtet. Er gewinnt aber an wachsendem Einfluss im ethisch-politischen Diskurs über Technologien und erscheinen als Vorhut einer breiteren, in Industrie, Akademie und Politik feststellbaren Strömung.

Zentrale Köpfe der transhumanistischen Idee

Christopher Coenen präsentiert zentrale Denker des Transhumanismus, die zurück reichen bis ins frühere 19. Jahrhundert. So kann der Brite Winwood Reade als der erste Transhumanist betrachtet werden. Der Forscher und Entdecker träumt von neuen Zeiten:

These bodies which now we: wear belong to the lower animals; our minds have already outgrown them; already we look upon them with contempt. A time will come when Science will transform them by means which we cannot conjecture, and which, even if explained to us, we could not now under stand, just as the savage cannot understand electricity, magnetism, steam. Disease will be extirpated; the causes of decay will be removed; immortality will be invented. And then, the earth being small, mankind will migrate into space, and will cross the airless Saharas which separate planet from planet, and sun from sun. The earth will become a Holy Land which will 180 be visited by pilgrims from all the quarters of the universe. Finally, men will master the forces of Nature; they will become themselves architects of systems, manufacturers of worlds. Man then will be perfect; he will then be a creator; he will therefore be what the vulgar worship as a god. But even then, he will in reality be no nearer than he is at present to the First Cause, the Inscrutable Mystery, the GOD. (The Martyrdom of Man, 1872)

Der erste Transhumanist, reitend auf einem Ochsen in Angola (Quelle: W. Winwood Reade (1864), Savage Africa. New York, S. 270)

Ein anderer Denker des Transhumanismus ist H.G. Wells, der heute vor allem als Science Fiction Autor bekannt ist.

This fact, that man is not final, is the great, unmanageable, disturbing fact that rises upon us in the scientific discovery of the future; and to my mind, at any rate, the question, What is to come after man? is the most persistently fascinating and the most insoluble question in the whole world. […] All this world is heavy with the promise of greater things, and a day will come – one day in the unending succession of days – when beings, beings who are now latent in our thoughts and hidden in our loins, will stand upon this earth as one stands on a footstool, and laugh, and reach out their hand amidst the stars. The Discovery of the Future (1902)

John Desmond Bernal, britischer Physiker und Visionär, sah den Transhumanismus als konsequente Entwicklung der menschlichen Natur:

The new man must appear to those who have not contemplated him before as a strange, monstrous and inhuman creature, but he is only the logical outcome of the type of humanity that exists at present. […] Normal man is an evolutionary dead end; mechanical man, apparently a break in organic evolution, is actually more in the true tradition of a further evolution. (The World, the Flesh & the Devil: An Enquiry into the Future of the Three Enemies of the Rational Soul (1929)

Risiken

Christopher Coenen wies auch auf ethische und politische Herausforderungen durch die transhumanistischen Visionen, wie sie in der Debatte immer wieder genannt werden.

  • Der politische Einsatz unrealistischer bis fantastischer Visionen kann zur Fehlnutzung öffentlicher Gelder führen.
  • Einige der extremen Technikvisionen sind sehr fragwürdig (z. B. Menschenbild, Gesellschaftsverständnis und Anwendungen, z.B. enge Mensch-Waffensystem-Kopplung).
  • Diese Visionen, die von (technokratischen) Sozialisten und Kommunisten in den 1920er Jahren entwickelt wurden, erfüllen heute – in einer wirtschaftsliberal geprägten Zeit – andere Funktionen (Verlagerung von Zielen für die Gesamtgesellschaft auf individuelle Bedürfnisse Privilegierter sowie auf Interessen des Militärs).

Moderner Diskurs

Zeitgenossen wie der bekannte Erfinder, Unternehmer und Visionär Ray Kurzweil, dominieren heute den Diskurs, obwohl viele ihrer Ideen viel früher artikuliert worden sind und derzeitige Visionen oft eindimensional technokratisch sind.

  • Verbesserung des Individuums (klüger, ausdauernder, stärker, schöner…)
  • Visionen neuroelektrischer Cyborgs
  • Ektogenese (Retortenbabys)
  • Perfekte Kontrolle von Emotionen
  • Lebensverlängerung
  • Unsterblichkeit individuellen Bewusstseins in einer Superstruktur, die auf Mensch-Maschine-Symbiose beruhen und einem Organismus ähneln wird
  • Schaffung von Leben (biologisch)
  • Eroberung des Weltraums
  • Sättigung des Universums mit von der Erde stammender, trans/posthumaner Intelligenz

Christopher Coenen betonte, dass derzeitige Bemühungen zum „Human Enhancement“ wesentlich bescheidener seien und sich zunächst auf Kognition, Sinne, Stärke, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Körpergröße beziehen und Stimmung, Emotionen sowie psychische Verfassung kontrollieren wollen.
Entscheidend für radikale Enhancement-Maßnahmen sind eine stärkere Modifikation des Körpers selbst, mit der weiterreichenden Vision der Überwindung menschlicher Körperlichkeit oder einer Verschmelzung mit Maschinen.

Aktuelle Beispiele sind Deep Brain Stimulation (DBS), vor allem bei Parkinson, aber auch schon testweise bei Depressionen sowie Steuerung von Maschinen (auch Bedienen von Computern) durch Gehirn-Computer-Schnittstellen (auch implantiert), vor allem für Gelähmte, aber auch schon für Computerspiele.
Zudem gibt es weiterreichende Visionen einer Cyborgisierung des Menschen, artifizieller Gedächtnisspeicher, totaler Kontrolle der Emotionen und der weitverbreiteten Steuerung von Maschinen per „Gedankenkraft“.

Popkultur und Transhumanismus

Besonders in der Popkultur sind transhumanistische Ideen allgegenwärtig, nicht nur in Science Fiction, auch in Games, Musik und der Werbung.

Fazit und Diskussion

Christopher Coenen schloss den Vortrag mit zu klärenden Fragen, die anschließend rege von den Zuhörern aufgegriffen worden sind:

  • Wie stellt man Verteilungsgerechtigkeit und Anforderungen an das Gesundheitssystem sicher?
  • Wie mit gesellschaftlichen Druck/Zwang zu Human Enhancement umgehen?
  • Von der Leistungsgesellschaft zur Leistungssteigerungsgesellschaft?
  • Fragwürdige Verwendung / Verschwendung von forschungs-, technologie- und gesundheitspolitischer Ressourcen für unrealistische Visionen?
  • Gibt es eine Verpflichtung zu Human Enhancement für bestimmte Berufsgruppen oder Situationen (SoldatInnen, ÄrztInnen, PilotInnen etc.)?
  • Werden sozioökonomische Ungleichheit biologisch verfestigt?
  • Befördert der Transhumanismus ein fragwürdiges Menschenbild und ebenso fragwürdige Zukunftsvisionen?

Lunch & Learn bei dimedis – work and move am Arbeitsplatz

Laut einer akutellen Studie der deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement hat jeder dritte Betrieb in Deutschland kein gesundheitsförderndes Angebot für seine Mitarbeiter in den Arbeitsalltag implementiert. Leiden wie Rückenschmerzen und Verspannungen sind die Folge und führen oft zu krankheitsbedingten Ausfällen, die so auch das Unternehmen betreffen. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement zur Prävention und Vermeidung könnte jedoch zu einer gesunden Arbeitsweise und so auch zu gesunden Arbeitnehmern führen. Und das freut dann auch den Arbeitgeber.

work and move bei dimedis

Am 8. Dezember zeigte Referentin Claudia Dahm den MitarbeiterInnen von dimedis in der Vortragsreihe „Lunch & Learn“ daher, wie eine gesunde Arbeitsweise auch in einen stressigen Alltag einzubauen ist. Unter dem Thema „work and move“ ging um das wichtige Thema „Bewegung am Arbeitsplatz“.

Referentin Claudia Dahm zeigt, wie man auch mit kleinen Übungen zu einer gesunden Haltung am Arbeitsplatz beitragen kann. Das beugt Rückenschmerzen und Verspannungen vor. (Quelle: dimedis)

Die Referentin erklärte zunächst, welche Muskelgruppen und Körperteile am meisten unter einer sitzenden Tätigkeit, also z.B. einem klassischen Bürojob, leiden. Der Fokus lag auf einer aufrechten Sitzhaltung und wie man seine Muskulatur darauf tranieren kann, auch über einen längeren Zeitraum aufrecht am Arbeitsplatz zu sitzen. Zudem gab sie Tipps zur richtigen Einstellung des Monitors und der optimalen Sitzhöhe.

Der Vortrag wurde kombiniert mit praktischen Übungen, die nicht viel Zeit im Arbeitsalltag beanspruchen, aber sehr wirksam für die Gesunderhaltung des Körpers sind. Schließlich gab es noch einige Tipps, welche sinnvollen Helfer es für den Arbeitsplatz gibt, um die Haltung am Arbeitsplatz zu verbessern. Dazu zählen beispielsweise bei kleineren Personen ein Bänkchen für die Füße, eine Lendenrolle oder im Idealfall ein Stehpult.

afterwork & move bei dimedis

Claudia Dahm betonte auch, dass neben dem Anwenden dieser Tipps im Arbeitsalltag auch regelmäßiger Ausdauersport und Bewegungstraining nach Feierabend wichtig sind, um dauerhaft fit zu bleiben. Viele der MitarbeiterInnen nehmen sich das schon (auch außerhalb der Arbeitszeit) seit mehreren Jahren zu Herzen und gehen regelmäßig als dimedis-Team beim B2Run in Köln an den Start. Auch beim kommenden Pulheimer Staffellauf am 15. Januar 2017 werden Läufer des dimedis-Teams bereits zum zweiten Mal an der Startlinie stehen.

Digital Signage Branchentreffen in Hamburg: Vortrag Digital Signage und Gamification

220914_landingpage_visioncamp4afinal_01Digital Signage und Digital Out of Home Medien (DooH) sind ein expandierender Bestandteil des öffentlichen Lebens, überall auf der Straße und in Geschäften begegnet man mittlerweile digitalen Lösungen. Das Computerhandelsunternehmen pilot lädt aus diesem Grund am 17. November zu einem Digital Signage Branchentreffen nach Hamburg ein, um Anbieter und Partner der Branche mit den neuesten Fakten und Entwicklungen zusammen zu bringen. Auch dimedis wird mit PR-Chef Ibrahim Mazari vor Ort sein, der einen Vortrag zum Thema Digital Signage und Gamification halten wird.

Vortrag zum Thema Gamification und Digital Signage

Die Veranstaltung bietet für Neueinsteiger sowie für Branchenkenner die Möglichkeit, vor Ort die Vorteile und neuen Techniken von Digital Signage kennen zu lernen und so neue Inspirationen zu schaffen. Einen Leitfaden bieten dabei die Impulsvorträge von mehreren Branchenkennern aus den unterschiedlichsten Bereichen. Ibrahim Mazari wird am Nachmittag der Veranstaltung einen Vortrag mit dem Titel „Spielend einkaufen – digitale Werbeflächen in der Praxis“ halten und zeigen, wie die motivierende Kraft von Spielen genutzt und in Digital Signage-Konzepte integriert werden kann. Die Themen der Referenten sind hier zu sehen:

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Was: Digital Signage Branchentreff, veranstaltet von der pilot Computerhandels GmbH
Wann: 17. November, 10:00 Uhr bis Open-End
Wo: futurebox, Hittfelder Kirchweg 21a, 21220 Seevetal – Maschen

Hier geht es zur Anmeldung!