Lunch & Learn bei dimedis – Als in Kalk noch die Traktoren rollten

Egal ob Wissensmanagement, neueste Trends im Bereich Social Media oder die richtige Bewegung am Arbeitsplatz: die regelmäßigen Lunch & Learn-Veranstaltungen bei dimedis werden immer gerne angenommen, um während der Mittagspause nebenher noch Nützliches und Interessantes zu lernen. Dieses Mal war Karl-Heinz Fuchs von der Geschichtswerkstatt Kalk e.V. zu Gast, um uns aus der Zeit zu erzählen, als in den heutigen Räumen von dimedis noch die Traktoren rollten. Für die Mitarbeiter gab es dann eine lebendige Geschichtsstunde, in der sie mehr über die Gebäude erfahren konnten, in denen sie nun Software entwickeln. Die Geschichtswerkstatt Kalk ist übrigens durch unseren vorherigen Blogbeitrag über genau dieses Thema auf uns aufmerksam geworden.

Karl-Heinz Fuchs von der Geschichtswerkstatt Kalk referierte beim Lunch & Learn über die Geschichte von Kalk und der Dillenburgerstraße. (Foto: dimedis)

Geschichte von Köln-Kalk: Vom Kloster zum Motorenwerk

In den heutigen Räumen von dimedis an der Dillenburgerstraße befanden sich bis 1997 das Werk der Deutz AG, die heute vor allem für ihre grünen Deutz-Traktoren bekannt ist. Referent Karl-Heinz Fuchs begann 1957 selbst seine Ausbildung als Dreher hier und blieb dem Unternehmen 41 Jahre treu. So konnte er aus erster Hand die letzten Jahrzehnte des Traditionsunternehmens am damaligen Standort wiedergeben:

Die Geschichte von Köln-Kalk beginnt im Jahr 1003. Die Benediktinerabtei in Deutz lebte von den Einkünften der Kalker, Poller, Rolshovener und Vingster Höfe. Die Kalker Höfe waren in der Nähe der heutigen Kirche St. Joseph. Als höchste Stelle im heutigen Kalk versprach dieser Standort am meisten Schutz bei Überflutungen des nahe liegenden Rheins.  Der heutige Name des Stadtteils, welcher sich vom niederdeutschen „Kolk“ für Wasserloch oder Sumpf ableitet, lässt vermuten, dass diese Angst vor Hochwasser damals nicht ganz unbegründet war. Während seines Vortrags beleuchtete Fuchs die wichtigsten historischen Eckdaten von Köln-Kalk bis hin zum Jahr 1850, als durch Bevölkerungszuwachs und der Umsiedlung von Kaufleuten und Fabrikanten der Industriestandort Kalk sich zu entwickeln beginnt. Bis 1860 entstehen hier zehn Fabriken, unter anderem auch der Vorläufer von Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD), der späteren Deutz AG.

Da als Zeitzeuge aber natürlich am meisten die erlebte Geschichte interessiert, berichtete Karl-Heinz Fuchs anschließend mithilfe historischer Dokumente von seiner über 40-jährigen Betriebsgeschichte. Dabei beleuchtete der neben seinem eigenen Werdegang bis hin zum Abteilungsleiter auch die Geschichte der Deutz AG in Köln-Kalk bis hin zu deren Weggang aus Kalk im Jahr 1997.

Weitere Informationen zum Referenten und der Geschichtswerkstatt Kalk e.V. gibt es hier.

Mithilfe von historischen Fotografien und Plänen berichtete der Referent von seiner über 40-jährigen Betriebsgeschichte (Foto: dimedis)

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