Lunch & Learn: User Experience als Erfolgsfaktor

The proof of the pudding is in the eating: Unter diesem Motto fand Anfang September in den Räumen von dimedis wieder ein Lunch & Learn statt, um während der Mittagspause etwas Neues für den Arbeitsalltag zu lernen. Zu Gast war UX Coach & Consultant Katja Busch, die uns die richtige Gestaltung von User Experience und anhand von Beispielen die wirtschaftliche Bedeutung von Kundenzentrierung zeigte.
Katja Busch gilt bereits seit Mitte der neunziger Jahre als strategische Vordenkerin sowie Nutzer-Anwältin und Business-Brückenbauerin in digitalen Transformationsprozessen. Ihr Know How formt sich aus Wissenschaft samt Lehre, pragmatischer Nutzerforschung und Projekterfahrung sowohl auf Dienstleister- als auch auf Kundenseite.

User Experience

Unter User Experience versteht man allgemein alle Erfahrungen, die man vor, während und nach der Interaktion mit einem Produkt oder einem Service erlebt. Um eine optimale User Experience zu gestalten, sollte man zunächst verstehen, wie das menschliche Gehirn funktioniert. Dieses mag als Energiespar-Organ nämlich am liebsten so wenig Anstrengung wie möglich, bevorzugt deshalb single tasking und verfällt in ungewohnten Situationen schnell in alte Muster und Notprogramme. Das Ergebnis: Tunnelblick, wahlweise mit Flucht, Angriff oder Verteidigung. Genau das ist auch der Grund, warum man bei einem schlecht gestalteten Web-Formular oder einer fummeligen App schneller aufgibt und im schlimmsten Fall zur Konkurrenzlösung wechselt, als sich mit dem Problem auseinander zu setzen. Daher sollten Produkte im besten Fall immer darauf ausgelegt sein, die Energie des Nutzers zu sparen und Stress zu vermeiden. Dies geschieht, in dem die Bedürfnisse und Aufgaben der Anwender erkannt und das Produkt primär danach ausgerichtet wird.
User Experience rückt als Erfolgsfaktor für Unternehmen dort immer mehr in den Fokus, wo Produkte und Services austauschbarer werden.

Nicht die Anzahl „schöner“ Features, sondern die Konzentration auf die wichtigsten Kernaufgaben (Top Tasks) und Gestaltung basierend auf psychologischen Grundprinzipien sind daher heute entscheidend. In ihrem Vortrag zeigte Katja Busch anhand von Beispielen anschließend, dass dies jedoch nicht immer so war. Wo früher die Marke und deren Produkte im Mittelpunkt standen und damit die User Experience vorgaben, ist heute das genaue Gegenteil der Fall: Die Erfahrungen des Kunden bei der (technischen oder zwischenmenschlichen) Interaktion bestimmen, ob er der Marke treu bleibt oder wechselt. Produktentwicklung sollte daher immer beim Kunden beginnen.

„The only thing more expensive than writing software, is writing bad software“

Dieses Zitat vom bekannten Software-Designer Alan Cooper verdeutlicht, dass gerade heute bei der Programmierung von Softwareprodukten wie kompas oder FairMate so früh wie möglich damit begonnen werden sollte, die zukünftigen Nutzer und deren User Experience zu berücksichtigen und Fortschritte immer wieder zu testen. Nur so lassen sich späte (und damit teure) Fehler früh genug erkennen und beheben.

Die Präsentation von Katja Busch, die sie bei dimedis zum Thema User Experience gehalten hat.

Abschließend zeigte Katja Busch, wie der optimale Gestaltungsprozess für eine User Experience aussehen kann. Der Einfachheit halber nahm sie dafür allerdings das Beispiel für das Backen eines Kuchens, anstatt eines dimedis-Produktes. Das passte aber auch ohnehin besser zum Motto.

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